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Für mich ist das Drumset ein ungeheuer faszinierendes Musikinstrument mit hohem Spaßfaktor.

Wie der Name schon sagt, besteht so ein

Set

aus mehreren Einzelinstrumenten.

Zu den verschiedenen Trommeln wie Bass Drum (große Trommel), Snare (kleine Trommel) und diversen Toms kommen ja auch noch einige Becken, und das alles wird auf dem zugehörigen Ständermaterial, der sog. Hardware, montiert. Die wichtigsten Schläge in Rhythmen (Downbeats und Upbeats eines Grooves) werden vorrangig auf Bass Drum und Snare Drum gespielt, dazu wird auf den Becken mit anderen Schlagfiguren begleitet. Für die sog. Einwürfe (Fill-ins) kommen die meist melodisch gespielten Toms für verschiedene Klangfarben hinzu. Bei Drummern ist also die Koordination aller vier Gliedmaßen gefragt, denn neben den beiden Händen spielen die beiden Füße noch auf den Pedalen für die große Trommel (Bass-Drum) und der Hihat (Ständer mit Zugmechanik und oben liegenden Becken, den sog. Hihat-Becken in verschiedenen Klangfarben (Top Hat und Bottom).

So ein Set lässt sich natürlich gehörig erweitern, vom kleinsten Miniset mit drei Trommeln bis hin zum Mega-Monster-Drumset mit vier Bass-Drums, einigen Snares und über 20 Toms ist eigentlich alles auf den Bühnen dieser Welt zu sehen.

Auch beim Finish eines Sparkle-Lacks oder einer per Airbrush aufgebrachten Sonderlackierung werden selbst ausgefallenste Wünsche der jeweiligen Hersteller befriedigt.

Bei Sets der günstigeren Preislagen wird oft eine robuste Folie als Außenhaut verwendet. Die sollte allerdings gut verklebt sein, im Idealfall ist sie vollflächig mit dem Kessel verbunden und schwingt dann mit, das würgt den Klang der Trommel nicht ab.

Aus der Geschichte heraus hat sich ein fünfteiliges Schlagzeug als Grundform etabliert, so viel Schlagzeug sollte von Anfang an drin sein. Die Fünfteiligkeit bezieht sich allerdings nur auf die Trommeln, also Bass-Drum, dazu drei Toms und eine Snare, also keine Hardware (Ständer- u. Befestigunsmaterial).

Dieses sog. Standardset besteht aus den Größen

22" Bass-Drum, 14" Snare, dazu Toms in 12" und 13" auf der Bass-Drum montiert und ein Standtom in 16".

Andere Sets mit kleineren 20er oder gar 18er Bass-Drum und 10erm 12er und 14er Toms heißen oft Fusion oder Jazzsets. Das variiert allerdings von Anbieter zu Anbieter, denn nur ganz grob lassen sich die Trommeln eines Sets in groß, laut und heavy für eben jene härtere Musikrichtungen wie Rock, Pop, Heavy Metal etc. oder eher kleinere Größen für Jazz und feinere Musikstile unterscheiden. Trotzdem definieren solche Bezeichnungen wie Jazzset oder Heavy Kit schon mal das grobe Einsatzgebiet. Ganz nebenbei schwören Drummer heute eher auf gleiche Abstände bei den Trommelgrößen wie etwa 10",12",14", 16" usw., denn damit sind beim Stimmen gleichmäßig tonale Abstände machbar, die ungleichen Schritten vom 12er über das 13er zum 16er wie beim altbekannten Standardset entfallen.

Die Größe bestimmt also den Sound, aber nicht zuletzt auch den Aufbau eines Sets. Ein Zoll (1" sind etwa 2,54 cm, eine 22er Bass-Drum ist also immerhin 55,88 cm hoch, und darauf kommen ja auch noch die Toms. Junge Einsteiger sollten also eher kleinere Trommelgrößen wählen, um alles auch komfortabel aufbauen zu können. Das wird oft unterschätzt und bringt gleich falsche Bewegungen ins Spiel, die später wieder mühsam wegtrainiert werden müssen. Wichtig für den Aufbau ist daher nur, dass man sich wohlfühlt und alles locker erreichen kann.

 Materialien und Freischwingsysteme

Seit langer Zeit sind Drums aus mehreren (meist sechs bis neun) Schichten Ahorn, Buche oder Birke mit ihren ausgewogenen Allroundsounds die erste Wahl der Profis. Neben einigen Exoten wie der dunklen Walnuss oder harten Kirsche im Holzbereich hat sich vor allem auch das edle Bubinga mit seinem dunklen und gleichzeitig brillanten Charakter einen festen Platz sichern können. Einsteigerdrums werden oft aus philippinischem Mahagoni (Sammelbegriff für verschiedene günstige Holzarten) oder Basswood (Linde) hergestellt, was aber nicht heißt, dass solch ein Set nicht klingen mag. Vielmehr kommt es auf saubere Verarbeitung aller Teile an, mit einer exakt geschnittenen Fellauflagekante oben und unten. Am Kessel können auch die etwas weicheren und grobporigen Hölzer wie Linde ihren tiefmittig druckvollen Klang richtig gut entfalten.

Die Art der Fellauflagekante spielt neben Kesselgröße und -material die größte Rolle beim Klang. Von scharf geschnitten mit wenig Fellkontakt bis hin zu weich abgerundeten Kesselkanten, die das Fell schon massiv berühren und damit leicht bedämpfen, ist alles drin.

Faustregeln für den Klang bei Drums:

1. Je härter ein Material ist, desto heller, klarer und definierter ist der Ton. Dunkle Hölzer klingen meist auch tiefer und dunkler, weicheres Holz klingt wuchtiger, runder und ist präsent im Bereich der Tiefmitten.

2. Dünnere Kessel bringen voll resonierende Sounds mit viel Tiefe. Sie sind im Gegensatz zu dickeren - und damit lauteren und helleren Versionen sensibler spielbar.

3. Mit steigendem Durchmesser wird der Ton einer Trommel immer tiefer klingen.

4. Trommeln mit geringer Kesseltiefe sprechen sensibler und mit mehr Ton an, tiefere Kessel benötigen mehr Kraft beim Anschlag, klingen dann aber fetter und lauter.

5. Verstärkungsringe oben und unten am Kesselrand machen den Bereichdort starrer und leiten die Energie der Felle direkter in den Kessel, der Klang entfaltet sich schnell. Durch die leichteingeschränkten Schwingungen wirkt der Sound kompakter und leicht komprimiert.

6. Je schärfer die Gratung (Fellauflagekante), desto offener und dynamischer der Sound. Wärmere und tieffrequente Sounds mit fülligem, aber schneller ausschwingendem Sustain gibt es mit der größeren Auflagefläche bei gerundeten Gratungen.

7. Die inneren Holzlagen im Kessel haben größeren Einfluss auf den Sound der Trommel, die Außenlagen betören mehr das Auge.

8. Gute Felle lassen ein günstiges, aber gut gestimmtes Drumset gut klingen, ein teures Markenset mit billigen Fellen wird dagegen nie wirklich edel klingen.

9. Die eigenen Ohren sollen entscheiden !

Aus den v.g. Faktoren kreieren die Hersteller so etwas wie ein eigenes Sounddesign, da kommt dann sogar die Kessel-Hardware (also alle Spannböckchen, die Spannreifen, Füße der Bass-Drum usw.) zum Tragen, denn das alles schwingt mit und macht Sound.

Um diesen Sound nicht unnötig abzuwürgen, montieren viele Profis ihre Toms nicht auf der Bass-Drum, um sie von der Last zu befreien und freier schwingen zu lassen.

Bei den Toms gibt es dafür ganz eigene Haltesysteme, die die Trommeln möglichst nicht in ihrer Schwingung beeinflussen. Schon bei manch gutem Einsteigerset werden die Tomhalter nicht mehr direkt am Kessel verschraubt oder ragen gar in diesen hinein. Ursprünglich hatte  Gary Gauger in den 80ern die Idee, eine Trommel ohne jede zusätzliche Bohrung aufzuhängen. Das Resultat war das RIMS (Resonance Isolation Mounting System), dabei hält sich der kpl. Halter an den Stimmschrauben der Trommel fest. Mittlerweile gibt es die unterschiedlichsten Varianten.

Dazu möchte ich mein Drumset von "DW Collector`s Serie" kurz einbringen:

 

DW Collector Shellset


Die Features der "Spitzenklasseserie “Collector’s sind folgende: Dünne Kessel mit Verstärkungsreifen. Die Verstärkungsreifen bewirken eine Focusierung des Tones. Erhältlich sind fast alle nur erdenklichen Größen. Verwendet werden die klassischen runden DW-Tomböckchen. Die Sets sind in drei verschiedenen Finishes erhältlich:
Satin Oil (seidenmatt lackiert), Finish Ply (foliert) und Laquer (hochglanz lackiert).

Jetzt zu den Features, die es ausschließlich bei der DW “Collector’s”-Serie gibt:
Das Wichtigste ist wohl das “Timbre Matching”. Daß ein Rohkessel beim Anschlagen einen Ton erzeugt, ist eigentlich nichts Besonders. Aber daß die Töne benannt werden und diese dann in den Kessel gestempelt werden, und dann die Einzelkessel der Shellsets in Intervallen von Terzen bis Quinten ausgesucht werden, das macht nur DW. Das Resultat dieser Technik ist, daß es innerhalb eines Shellsets keine Trommel geben soll, die sich nicht in den Gesamtsound einfügt. Außerdem ist es möglich, bei einer Shellseterweiterung einen Kessel zu bestellen, der tonal exakt passt.

DW verwendet ein Schraubengewinde, welches “True Pitch” genannt wird. Damit ist eine spezielle, nämlich sehr kleine Steigung gemeint. Die Wirkung dieses Details sollte nicht unterschätzt werden. Zum einen lösen sich die Schrauben selbst bei härtester Spielweise deutlich schwerer bzw. überhaupt nicht mehr woraus eine größere Stimmstabilität resultiert. Zum anderen ist ein feineres und genaueres Stimmen möglich.

 

Die Snare und ihr Teppich

Für viele Drummer ist die Snare Drum das wichtigste Teil im Drumset, ein guter Snaresound kann schnell zum Markenzeichen werden. Als einzige hat sie am speziellen, sehr dünnen Resonanzfell einen anliegenden Teppich aus Metallspiralen zu bieten, der ihr zuerst auch den Namen Schnarrtrommel verlieh, bevor das dann im Englischen zur Snare Drum wurde.

Dieser Teppich bringt das bekannte kurz knackige Rascheln in den Sound und erzeugt dieses crispe Flair selbsst bei leisen Wirbeln. Mit abgespanntem Teppich klingt die Snare sehr hoch tönend mit etwas Bauch, fast wie eine Timbale in der Latin-Musik. Oft sind die Teppiche verchromt, das führt mit der dadurch groben Oberfläche zu recht satten Sounds, feiner, brillanter und sensibler in der Ansprache sind unbeschichtete Versionen aus Edelstahl. Alternativen sind Teppiche aus Messing für wärmeres Rascheln oder Bronze für noch mehr Fülle. Die Breite des Teppichs bestimmt den Rauschanteil im Snaresound. Normal sind 20 Spiralen, 24 bringen etwas mehr Biss, 30er und 40er Versionen erhöhen den Anteil des Teppichs am Snaresound drastisch.

Fußmaschine, Hi-Hat

Gute Ersteigersets haben gleich ein ganzes Paket an Hardware dabei. Das Fußpedal sollte einen soliden und möglichst lautlosen Antrieb besitzen, eine massive Bodenplatte zur Stabilisierung kann in den unteren Preisklassen noch nicht erwartet werden. Wichtig sind allerdings die Einstellmöglichkeiten vom Winkel der Trittplatte und des Schlegels, um das Pedal auf das eigene Spielgefühl zu trimmen. Mit der Federspannung wird der Energieaufwand zum Treten des Pedals bestimmt, das sollte auf jeden Fall auch bei der Hi-Hat einstellbar sein. Nett sind drehbare Beine, da lässt sich im allgemeinen Ständerwirrwarr der Dreibeine leichter Platz schaffen. Doppelstrebige Beine mit dicken Gummifüßen können für soliden Stand bei allen Ständern nicht schaden, für ein Standardset ist ein zweiter Beckenständer im Set sehr schön. Neben unterschiedlichen Rohrstärken zeigt sich ein Unterschied von Einsteiger-zu Profihardware in den Schrägstellern für Becken und Snarekorb. Profiteile sind hier stufenlos verstellbar, ansonsten ist alles in kleineren Rasterstufen zu justieren. Wenn dann noch alles ansprechend verchromt ist und auch die Flügelschrauben ohne Schmerzen zu bedienen sind, hat man gleich mehrere Jahre was davon.

Becken

Die Becken, im Englischen auch Cymbals genannt, sollten mit Bedacht gewählt werden, denn anders als eine Trommel ist ein Becken im Nachhinein nicht mehr zu stimmen. Der spezielle Klang jedes Cymbals wird schon bei der Auswahl und Verarbeitung des Grundmaterials festgelegt, um trotzdem eine große Vielfalt bieten zu können, haben die Hersteller eine Unmenge an unterschiedlichen Typen im Programm. Für den Einsteiger ist ein Set mit Ride, Crash und Hi-Hat wichtig, um die ersten Grooves und Fills zu meistern. Der Rhythmus wird dabei auf Hi-Hat oder (meist im Refrain) auf dem Ride begleitet, das Crash sorgt für einzelne Akzente im Fill oder am Anfang eines Parts. So ein Basis - Set kann nach und nach mit zusätzlichen Crashes oder Effektbecken wie den feinen Splashes, exotischen China-Becken oder weiteren Hi-Hats erweitert werden.

Sounds der Becken und Tipps:

Die Legierung bestimmt den Grundsound des Beckens. B20Bronze (20% Zinn, 80 % Kupfer) steht für Wärme, komplexe und sensible Sounds, B8 Bronze klingt keinesfalls schlechter, sondern mit nur 8 % Zinn eher heller, kräftiger und strahlender. Günstige Einsteigerbecken werden oft aus Messing oder Nickelsilber gefertigt und einfach nur aus einer Scheiber in Form gedrückt. Profibecken hingegen werden meist einzeln gegossen und von Hand in die richtige Form gehämmert, daher klingen siein Nuancen nie genau gleich. Günstiger und schneller geht das mit computergestützten Maschinen, die bei Budget-Serien zum Einsatz kommen. Zum Schluss wird das Becken eingespannt und schnell gedreht, dabei schabt ein scharfes Werkzeug Material ab, die Rillen auf der Oberfläche entstehen. Im Gegensatz zu nicht abgedrehten Cymbals mit ihrem rohen Aussehen sorgen tiefere Rillen für ein größeres Klangspektrum mit mehr höhenlastigem Rauschen. Dicke und schwere Becken klingen lauter und heller, benötigen aber auch mehr Anschlagsstärke, dünnere Becken sprechen schneller an. Größere Becken sind insgesamt lauter als kleine. Becken mit flacher Wölbung sprechen schneller und mit dunklerem Klang an als stärker gewölbte mit ihrem höheren Ton und längerem Sustain (Ausklang).

Viele Hersteller betiteln ihre unterschiedlichen Becken mit Namen wie Rock-Crash, Power Ride oder Medium Hi-Hat. Solche Bezeichnungen helfen für die grobe Richtungswahl, entscheiden muss auch hier das eigene Ohr !

 Zum Antesten unbedingt mitbringen:

Viel Zeit und die eigenen Stöcke, denn Art und Form des Stockes beeinflussen stark den Beckensound. Falls ein vorhandener Beckensatz erweitert werden soll, diesen auch mitnehmen, um den passenden Sound zu finden.

Felle und Stimmung

Die Beschaffenheit eines Fells bestimmt maßgeblich Klang und Sustain einer Trommel. Das große Angebot macht auch hier die Auswahl nicht gerade leicht. Ein guter Ausgangspunkt ist immer ein einlagiges Fell mittlerer Stärke von ca. 0,25 mm als Schlag- u. Resonanzfell, denn damit lässt sich aus jeder Trommel ein offener, knackiger Sound mit viel Sustain kitzeln. Doppellagige Versionen sind haltbarer, sorgen für mehr Druck und klingen fetter und kürzer, wobei das Sustain dann wieder durch dünnere, einschichtige Felle erhöht werden kann. die weiß- raue Beschichtung vieler Felle (coated Versionen) bewirkt ein wenig die Dämpfung der hohen Obertöne und damit wärmere, weichere Stick-Attacks. Spezialitäten sind aufgeklebte Punkte (Dots) in der Fellmitte für ausgeprägte Attacksounds oder innen am Rand anliegende Fellringe, die gerade bei Bass-Drums zu einem modernen, trockenen Punch mit offenem Gesamtsound beitragen, der dann fast keine Dämpfung mehr benötigt. Relativ selten sind Modelle mit einem Spritzer Öl zwischen den Folien oder Versionen mit vielen kleinen Löchern am Rand, die beide den Sound extrem trocken werden lassen. Bei dieser Vielfalt an Typen ist der beste Tipp:

Viel ausprobieren !!!!

Felle sollten immer gleichmäßig auf die Trommel aufgezogen werden. Dafür legt man das Fell zunächst plan auf, dann den Spannreifen drauf und fix mit den Fingern die Stimmschrauben gleichmäßig angeschraubt, bis sie fingerfest am Spannreifen anliegen. Stimmt jetzt rundum der Abstand des Fellreifens zum Kessel, ist alles o.k. und gerade, sonst muss nachjustiert werden. Jetzt wird das Fell gespannt. Damit das genau gleichmäßig passiert, dreht der Stimmschlüssel stets nur eine halbe Umdrehung immer an der gegenüberliegenden Schraube, also z. B. angefangen bei 12 Uhr, dann 6 Uhr, 9 Uhr, 3 Uhr usw.. Nach etwa zwei bis drei Runden sollte die Trommel schon einen tiefen Ton erzeugen. Trotz aller Gleichmäßigkeit muss bei erreichter Wunschtonhöhe überprüft werden, ob das Fell in sich stimmig ist. Dazu tippt man mit der Fingerkuppe oder mit dem Stick etwa 2 - 3 cm entfernt von jeder Stimmschraube das Fell an. Dort sollte jeder Ton gleich klingen und muss bei Bedarf der gegenüber liegenden angeglichen werden. Dafür reichen meist minimale Veränderungen, auch schon 1/8 - Umdrehungen, es braucht also genug Geduld bis alles stimmt !

 

Trommelstöcke (Sticks und Schlägel)

Viele Drummer versuchen alle Musikstile mit nur einer Stockart zu spielen, andere haben ein ganzes Stick-Arsenal dabei. Als Grundmaterial ist das harte und leicht federnde Hickory sehr beliebt, aber auch das weichere und nicht so stark vibrierende Ahorn (maple) wird gern genommen, es bricht allerdings auch leichter. Es braucht eine Menge Erfahrung, um seinen Stick zu finden, wichtig für Sound und das Gefühl eines Sticks sind aber generell folgende Punkte.

Ein dicker Schaft fühlt sich nicht nur mächtig an, er bringt auch einen kräftigeren Sound und ist einfach haltbarer als ein dünner Stick, der wiederum mit leichtem, sensiblen Spielgefühl punkten kann. Die Länge bestimmt grundsätzlich die Balance eines Sticks. Lange sind meist kopflastig und bringen guten Punch, kurze Versionen sind leichter kontrollierbar und fühlen sich schneller an, machen aber weniger Druck. Dieser Effekt wird durch die Art des Übergangs von der Schulter bis zum Hals des Sticks unterstützt.

Ein dünner Hals mit starker Verjüngung lässt den Stick vorne sehr leicht und federnd, also schnell spielbar erscheinen. Ein dicker Hals mit kurzer Verjüngung bringt wieder mehr Schwere vorne rein und damit mehr Power, ist aber auch schwerfälliger und damit nichts für komplexe, schnelle Pattern. Und dann kommt ja noch die Spitze vorne drauf, die eigentlich immer der Anatomie des Sticks angepasst ist. Kleine Kuppen klingen zierlicher und kontrolliert, je größer, desto mehr Frequenzen werden aktiviert, auch der Klang wird größer und fetter. Runde Spitzen bringen klare, brillante Sounds, sind aber auch gute Fellkiller. Spitze, tränenförmige und auch ovale Tips (engl. für Kuppe) lassen durch verschiedene Anschlagswinkel mehr Sounds zu, wobei die ovalen und fassförmigen den größten Punch mit breiter Durchsetzungskraft bringen können. Aufgesetzte Nylonspitzen sind mit ihren hell artikulierten und sehr prägnanten Stickattacks gerade im Jazz sehr beliebt. Wer übrigens Probleme mit Blasen oder schwitzigen Fingern hat, sollte einfach mal das gleiche Modell einer anderen Firma testen, da die Lacke oder Wachsschichten sich immens unterscheiden.

Schlägel
Schlägel gehören zur Gattung der Sticks, werden aber in der Regel eher im Marsch-, Orff- und Konzertbereich eingesetzt. In allen drei Bereichen gibt es ein großes Sortiment an verschiedenen Schlägeln. Diese unterscheiden sich in erster Linie in verschiedenen Schaftlängen, unterschiedliche Kopfformen, verschiedenen Schaft- und Kopfmaterialien und den unterschiedlichsten Durchmessern.

Von einigen Drummern werden unter anderem oft Pauken Schlägel für sanfte Beckenanschläge verwendet.

E-Drum-Sets

E-Drums glänzen mit gleich 2 riesigen Pluspunkten:

1. Zum einen haben die Soundmodule unglaublich viele interessante Sounds parat, zum

2. lassen sie die Teile wunderbar lautlos spielen, welches lästige Probleme mit den Nachbarn vermeidet.

Komplette E-Drumsets lassen sich spielen wie ein Naturset, alle Trommeln und Becken sind als Gummipads samt Verkabelung schon dabei und teilweise beweglich aufgehängt wie das Original.

Je nach Preisklasse bieten die Soundmodule zusätzliche Eingänge, um das Set mit weiteren Pads zu vergrößern, und selbst die finden am meist mitgelieferten Racksystem noch ihren Platz. So benötigt man nur noch ein Fußpedal und kann sofort loslegen. Hören lässt sich alles über den Kopfhörerausgang oder die angeschlossene Anlage, wer mehr Geld ausgibt, kann mit Einzelausgängen für die verschiedenen Instrumente rechnen, was für große Flexibilität beim Mixdown des Sets sowohl im Studio als auf der Bühne sorgt.

Viel wichtiger sind aber die inneren Werte. Profi-E-Drums bieten nicht nur mehr Sounds, sondern vielmehr umfangreichere Möglichkeiten, dies alles zu editieren und auf die eigene Spielweise abzugleichen. Einige Oberligisten bieten sogar Sampling-Funktionen zum Einspeisen eigener Sounds. So reichen heutige E-Drums fast ans Spielgefühl eines Natursets heran, auch wenn die dadurch keinesfalls ersetzt werden sollen. E-Gitarren und Keyboards haben schließlich auch nie Akustikgitarren und Klaviere verdrängen wollen.

Sehr interessant sind auch die kleinen Trigger, die, zusätzlich an Naturdrums montiert, elektronische Sounds vom Soundmodul abrufen können, oder kleine Systeme in der Größe eines Aktenkoffers, die aber trotzdem mehrere Pads eingebaut haben und damit eine sinnvolle Erweiterung eines Naturdrumsets darstellen.

Percussion-Instrumente, Congas und Cajons

Die Welt der Percussion-Instrumente ist unglaublich vielfältig. Ein moderner Percussionist sollte viele Sounds, die die charakteristischen Rhythmen aus allen Teilen der Welt erst authentisch rüberbringen parat haben. Natürlich gibt es auch hier ein Grundsetup, Profis reisen trotzdem oft mit gleich mehreren Taschen voller Kleinkram. Ernsthafte Perkussionisten sollten einige Grooves auf den ursprünglich kubanischen Congas und Bongos oder der afrikanischen Djembe beherrschen, beim authentischen Sound kommt es hier vor allem auf gute, leider selten wirklich günstige Naturfelle an. Diverse Small-Percussion-Teile wie alle Arten von Shakern, Rasseln, Tambourinen, Claves oder Cowbells können in reicher Zahl das Setup ergänzen. Bei aller Spielfreude sollte man nicht vergessen, dass jedes dieser Instrumente seine eigene Spieltechnik verlangt, etwas Auseinandersetzung mit der Geschichte und Spielkultur des Herkunftslandes kann dazu auch nicht schaden.

Sehr modern ist der Einsatz der Cajon, einer quaderförmigen Holzkiste mit integriertem Snare-Effekt. Gerade bei unplugged Gigs lässt sich damit locker ein kleines Drumset mit Bass Drum und Snare imitieren.

In-Ear-Systeme


Das Problem dürfte jedem Musiker geläufig sein: Wie höre ich auf der Bühne die übrigen Bandmitglieder, und wie höre ich mich selbst? Jeder kennt die Schwierigkeiten mit Bodenmonitoren: Kaum hört man sich endlich mal selber laut genug, koppelt es auch schon. Um den Monitorsound besser kontrollieren zu können, ist eine neue Monitortechnik entstanden, die man als drahtloses „In-Ear-Monitoring“ bei fast allen Top Acts im Einsatz sieht.

Die Geschichte der Entstehung eines „Kopfhörer“-gestützten und drahtlosen Monitorsounds ist noch gar nicht so alt. Das englische Unternehmen Garwood war Pionier dieser drahtlosen Technik, und hatte die Idee dazu auf einem Steve Wonder-Konzert in London. Nachdem der blinde Topstar während der Proben über einen Bühnenmonitor gefallen war, wurde ihm vom Tontechniker ein Kopfhörer aufgesetzt. Leider war das Kabel ein noch größeres Hindernis als die herumstehenden Floor-Monitore. Also entschloss man sich, eine drahtlose Übertragung zu „basteln“ – was auch gelang. Das Konzert lief ohne Zwischenfälle.... bis auf die Tatsache, dass der nicht genehmigte Sender so stark war, dass das Konzert – oder besser ausgedrückt der Monitormix – in London und Umgebung auf einigen UKW-Sendern unfreiwillig mit übertragen wurde.

Leider waren die anfangs recht erfolgreichen In-Ear-Systeme von Garwood vor allem von der audiotechnischen Performance eher an Rauschgeneratoren angelehnt, so dass schon recht schnell Mitbewerber wie z.B. Shure oder auch Sennheiser mit Top-Technologie den Markt unter sich aufteilen konnten und das auch heute noch tun.
Das Problem dürfte jedem Musiker geläufig sein: Wie höre ich auf der Bühne die übrigen Bandmitglieder, und wie höre ich mich selbst? Jeder kennt die Schwierigkeiten mit Bodenmonitoren: Kaum hört man sich endlich mal selber laut genug, koppelt es auch schon. Um den Monitorsound besser kontrollieren zu können, ist eine neue Monitortechnik entstanden, die man als drahtloses „In-Ear-Monitoring“ bei fast allen Top Acts im Einsatz sieht.Die Geschichte der Entstehung eines „Kopfhörer“-gestützten und drahtlosen Monitorsounds ist noch gar nicht so alt. Das englische Unternehmen Garwood war Pionier dieser drahtlosen Technik, und hatte die Idee dazu auf einem Steve Wonder-Konzert in London. Nachdem der blinde Topstar während der Proben über einen Bühnenmonitor gefallen war, wurde ihm vom Tontechniker ein Kopfhörer aufgesetzt. Leider war das Kabel ein noch größeres Hindernis als die herumstehenden Floor-Monitore. Also entschloss man sich, eine drahtlose Übertragung zu „basteln“ – was auch gelang. Das Konzert lief ohne Zwischenfälle.... bis auf die Tatsache, dass der nicht genehmigte Sender so stark war, dass das Konzert – oder besser ausgedrückt der Monitormix – in London und Umgebung auf einigen UKW-Sendern unfreiwillig mit übertragen wurde.Leider waren die anfangs recht erfolgreichen In-Ear-Systeme von Garwood vor allem von der audiotechnischen Performance eher an Rauschgeneratoren angelehnt, so dass schon recht schnell Mitbewerber wie z.B. Shure oder auch Sennheiser mit Top-Technologie den Markt unter sich aufteilen konnten und das auch heute noch tun.

So, dass war`s erst einmal !

Viel Spaß beim Aussuchen Deiner Schlaginstrumente und

"keep the rhythm and the feeling in your heart"




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