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Referat:

Das Schlaginstrumentarium des modernen Symphonieorchesters und der Popularmusik

(Referent: Klaus Lindner, Westf. Wilhelmsuniversität Münster, Institut für Musikwissenschaft, gehalten am 18. und 25.06.2012)


Das Referat besteht aus:

1. Handout

2. Referatstext 

3. Power-Point Darstellung (hierbei nicht enthalten)

1. Handout:

 

1.  Geschichte des Schlagwerks im Orchester
·        Einzug während der Türkenkriege durch die so genannte Janitscharenmusik
·        Erste Anklänge in der Wiener Klassik (Bsp. Beethovens 9. Sinfonie, Mozarts Entführung aus dem Serail)
·        Durch Carl Orff einen festen Platz im Orchester (Bsp. Carmina Burana)
2.  Instrumentarium des modernen Symphonieorchesters
·        Pauken: mindestens paarweise Verwendung, halbkugelförmiger Kupferkessel einseitig mit Fell bespannt, Pedal zum Variieren der Tonhöhe
·        Snaredrum: beidseitig mit Fellen bespannter Kessel, auf Resonanzfell liegt Teppich aus Metallspiralen auf, typischer Militärklang
·        Bassdrum: große beidseitig befellte Trommel, dunkler voluminöser Klang
·        Becken: aus Bronze gegossene Metallrundlinge mit Herkunft aus der Türkei, obertonreicher Klang
·        Xylophon und Marimba: Klaviaturen aus Holzplatten, Metallrohre unter den Holzplatten für intensivere Schallabstrahlung
·        Vibraphon und Glockenspiel: ähnlich dem Marimba nur mit Metallplatten, bei Vibraphon Dämpfpedal und Motor für Vibratoklappen vorhanden
·        zusätzlich viele Effektinstrumente: Röhrenglocken, Gongs, Cowbells, Woodblocks, Claves,
Tambourin, Rasseln, uvm.


3.  Geschichte des Drumsets in der Popularmusik
Die durch Sklavenhandel nach Amerika verschleppte Musikkultur Afrikas brachte Trommeln in die Populäre Musik der frühen Jazz- und Swingjahre. Dabei führten entscheidende Entwicklungen, die die Spielmöglichkeiten der Schlagzeuger immens erweiterten, zur Reduzierung auf einen benötigten Musiker:
·        Erfindung des Bassdrumpedals ermöglicht das Spielen eines weiteren Instruments mit dem Fuß
·        Erfindung der Charleston-, spätere Hihatmaschine, die den Musiker zwei Becken zusammen spielen lässt
4.  Instrumente des Drumsets

·        Bassdrum: große mit dem Fuß gespielte Trommel, Hauptinstrument für die Gestaltung eines Beats
·        Snaredrum: analog zur Snare im Orchester, zweites Hauptinstrument zur Gestaltung eines Beats
·        Toms: kleinere Trommeln, werden mehr zur Verzierung und Erweiterung der Klangfarbe gespielt
·        Ridebecken: definiert das Mikrotiming im Stück durch durchlaufende Pulse (8tel, 16tel etc.) oder durch rhythmische Pattern
·        Hihat: wie Ridebecken für das Mikrotiming zuständig, durch zwei Becken die zusammen gepresst werden entsteht ein kurzer Ton, der durch Veränderung des Abstands zwischen den zwei Becken verändert werden kann
·        Crash: dünneres Becken, das zur Akzentuierung vereinzelt angeschlagen wird


5.  Elektronische Schlaginstrumente
·        E-Drumset: kompletter Nachbau aus gummierten Pads eines akustischen Drumsets, Soundmodul wertet die Anschläge aus und gibt beliebigen Sound wieder
·        Samplepads: „kompakte E-Drumsets“ vielseitige Erweiterung für akustische Drumsets, lässt sich Platzsparend im Set integrieren
·        Trigger: Sensoren am Schlagfell, die das akustische Set in ein elektronisches verwandeln, Schlag wird am Fell registriert und digitale Midi-Daten lösen im Modul einen Sound aus


Quellenangaben:
·          Karl Peinkofer, Fritz Tannigel: Handbuch des Schlagzeugs. Schott Music, Mainz 1981
·          Christian Wenzel: Taschenlexikon Drumset und Percussion. PPVMEDIEN, Bergkirchen 2002.

 

2. Referatstext:

Das Schlaginstrumentarium des modernen Symphonieorchesters
und der Popularmusik

 

1.      Die Geschichte des „Schlagwerks im Symphonieorchester“

 

 

 

Das Schlagwerk ist seit langem ein fester Bestandteil des Symphonieorchesters. Da es zu den ältesten Instrumenten der Menschheit zählt ist es nicht verwunderlich, dass man es in fast allen Bereichen der Musik findet.
Ihren Einzug in die europäischen Orchester erlebten die Schlaginstrumente durch die „Janitscharenmusik“, die durch die so genannten „Türkenkriege“ die Militärmusik der Osmanischen Armee bis vor die Tore Wiens trug.
Die Musik der Janitscharen wurde im Zuge der Türkenkriege in Europa, vor allem aber in Österreich bekannt, und unter diesem Begriff, wahlweise aber auch unter der Bezeichnung Türkische Musik, fand sie in der klassischen Musik Verwendung. Meist wurde sie eingesetzt, um einen effektvollen Kontrast zwischen westlich-vertrauten und östlich-exotischen Elementen zu erzeugen. In Preußen war der Dienstgrad eines Militärmusikers noch um 1830 „Janitschar“.
Die Janitscharenmusik hat oft ein lebhaftes Tempo und ist fast immer eine Art Marschmusik. Wenn sie für Orchester eingesetzt wurde, kamen normalerweise Schlaginstrumente zum Einsatz, die sich in der Musik der Klassik ansonsten nicht finden, typischerweise Basstrommel, Triangel und Zimbeln (zil), ähnlich den heutigen Becken. Diese Instrumente wurden tatsächlich in der türkischen Militärmusik benutzt, so dass zumindest die Instrumentierung der Janitscharenmusik authentisch war.
Spätestens durch Carl Orff und seine Affinität zu Schlaginstrumenten in seinen  Stücken  hat das Schlagwerk seinen Platz im Orchester endgültig gefestigt.

 

2.      Das Schlagwerk im modernen Orchester

Zu diesem Thema muss vorweggenommen werden das im modernen Orchester je nach Komposition alles zum Schlaginstrument werden kann was man sich vorstellen kann. Komponisten neuer Musik scheuen nicht vor Objekten des Alltags wie Staubsaugern, Fahrrädern und Autos zurück.
Beschränkt man das Instrumentarium auf das klassische Symphonieorchester wird man trotzdem eine gigantische Klangvielfalt erkennen.

2.1 Die Pauken

Die Pauke ist ein Schlaginstrument aus der Gruppe der Membranophone, was so viel heißt wie durch eine Membran klingend. Die paarweise Verwendung ist üblich; einzelne Musikstücke erforderten aber schon seit dem 18. Jh. vier oder mehr Instrumente.
Die Pauke besteht meist aus einem fast halbkugeligen Kupferkessel, der mit einem Fell aus Kunststoff oder Tierhaut bespannt ist. Aus der Musikgeschichte und dem Orff-Schulwerk sind jedoch auch runde und sogar eckige Pauken aus Holz bekannt. Ferner gibt es heute auch Paukenkessel aus Kunstmaterialien (z. B.: Fiberglas) oder Aluminium. Der Kessel hat unten in der Mitte ein kleines Loch, welches dem Luftaustausch beim Auf- und Ab-Schwingen des Fells dient. Durch einen Mechanismus, der entweder unten am Fuß, im Paukeninneren, oder unter dem Rand angebracht ist, kann das Fell verschieden stark gespannt werden; so lässt sich – im Unterschied zur Trommel – die Tonhöhe des Klanges während des Spielens verändern.
 
2.2 Die kleine Trommel

Die kleine Trommel ist eines der deutlichen Überbleibsel aus der Militärmusik. Sie ist auf zwei Seiten des Kessels mit einem Schlag- und einem Resonanzfell bespannt. Das Besondere an dieser Trommel sind die Metallischen Schnarrseiten (Snareteppich genannt) die am Resonanzfell anliegen und der Trommel den charakteristisch durchdringenden Klang verpassen. Dieser war nötig, um den Klang der Trommel über das gesamte Schlachtfeld schallen zu lassen.
2.3 Die große Trommel

Die große Trommel oder Bassdrum ist ein Schlaginstrument, das für die Erzeugung von tiefen Klängen verwendet wird und in den verschiedensten Varianten zu finden ist. In der Orchestermusik steht die große Trommel üblicherweise senkrecht, schräg oder auch waagerecht auf einem Ständer. Sie wird in der Regel mit großen, mit Fell oder Filz umwickelten Schlegeln gespielt. Sie misst 50 bis 80 cm im Durchmesser und um  40 cm in der Tiefe und ist meistens mit einem Naturfell (oft Kalbshaut) bespannt. Das längere Nachschwingen wird, wenn kompositorisch verlangt, durch Abdämpfen per Hand verhindert.

2.4 Becken

Als Becken bezeichnet man leicht konvexe, meist aus Bronzelegierungen bestehende Scheiben, die entweder paarweise gegeneinander geschlagen oder, auf einem Ständer montiert, mit Holz- oder Garnschlägeln angeschlagen werden.

2.5 Stabspiele

-Xylophon: Das Xylophon besteht  zum Beispiel aus einer Reihe von Hartholzstäben, durch deren unterschiedliche Länge, die Tonhöhe festgelegt ist. Der Ton des Xylophons ist kurz und perkussiv; längere Notenwerte können annähernd simuliert werden, indem der Spieler mit zwei Schlägeln wirbelartig einen Holzstab anschlägt. Die Klangfarbe wird als trocken, hell und beim schnellen Spiel als klappernd wahrgenommen, und wurde oft mit Geisterhaftem und Gespenstischem in Verbindung gebracht.
-Marimbaphon: Die Marimba besteht grundsätzlich aus Holzklangstäben. Diese sind wie bei einer Klaviatur in zwei Reihen chromatisch gestimmt angeordnet. Unter jedem Holzklangstab ist zur intensiveren Schallabstrahlung ein senkrecht orientiertes Metallrohr angebracht, das man auch Resonanzrohr nennt. Seine Länge ist so abgestimmt, dass die Luftsäule in seinem Inneren in Resonanz mit dem Klangstab schwingt. Da die Holzklangplatten dünner und weicher sind, klingt die Marimba dunkler und voller als ein Xylophon.
-Vibraphon: Es unterscheidet sich von der Marimba dadurch, dass die Platten aus einer harten Metalllegierung statt aus Holz bestehen. Das Vibraphon wird mit Schlägeln angeschlagen, deren oberes Ende aus einem garnumwickelten Gummikopf besteht. Das Vibraphon wurde 1916 in den USA als „Steel Marimba“ patentiert. Unter den Platten hängen abgestimmte Resonanzröhren zur Verstärkung des Klangs. In den Röhren befinden sich Drehscheiben, die durch einen Elektromotor angetrieben werden. Dadurch werden die Röhren geöffnet und geschlossen, was dem Vibraphon je nach Drehgeschwindigkeit seinen charakteristischen Vibrato klang verleiht. Zudem kann ein Dämpfer über ein Pedal bedient werden, um ähnlich wie beim Klavier die Klangdauer zu bestimmen.
-Glockenspiel: Das Glockenspiel ist ein Stabspiel aus der Gruppe der Metallophone. Es besteht aus einer Reihe Metallstäben bzw. -platten von unterschiedlicher, der Tonhöhe entsprechenden Länge. Der Anschlag erfolgt mit zwei Schlägeln. Der Klang unterscheidet sich sehr zum Vibraphon durch die spitzeren Obertöne und einen geringen Bassanteil.

2.6 Effektinstrumente

-Triangel: Eingebogenes Stück Metall in Dreiecksform, welches einen spitzen Ton erzeugt. Kann sowohl offen als auch abgedämpft gespielt werden.
-Röhrenglocken: Lange Metallstäbe, die klanglich wie eine Klaviertastatur angeordnet sind und den Klang von Kirchenglocken imitieren. Sie können durch ein Fußpedal gedämpft werden.
-Tamtam/Gong: Ähnlich dem Becken, ein großes rundes Stück Bronze, welches durch Schlägel zum Klingen gebracht wird.
Des weiteren gibt es noch viele Kleinpercussion Instrumente wie Shaker, Woodblocks, Cowbells, Claves, Zimbeln, Kastagnetten, Ratschen und viele mehr.

 

3.  Die Geschichte des Schlagzeugs in der Popularmusik

Seinen Eintritt in die Populäre Musik gelang dem Schlagzeug durch die Jazz- und Swing-Ära in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts: Die durch die Sklaverei der Schwarzen in Nordamerika entstandene Musikrichtung verhalf dem Schlagzeug zu einer gleichberechtigten Stellung in der Musikgruppe: Es durfte nun –wie die klassischen Solo-
Instrumente Trompete oder Saxophon- die Musik mit ihren eigenen Soli mitprägen und mitbestimmen.
Wichtige Entwicklungen um das gesamte Instrumentarium durch einen einzelnen bedienen zu können und das moderne Drumset entstehen zu lassen waren:
-die Erfindung des ersten Bass-Drum-Pedals im Jahre 1887 durch J. R. Olney. Dieses ermöglichte die Bassdrum(Große Trommel) mit dem Fuß zu spielen
-Entwicklung der Hihat: Die Hi-Hat entwickelte sich in den 1920er-Jahren aus der „Charleston-Maschine“, die vom Prinzip her ähnlich funktionierte, jedoch einen sehr niedrigen Ständer hatte, der ein Bespielen der Becken mit Sticks nicht zuließ, deshalb auch die Bezeichnungen „Low-Hat“ oder „Low-Sock“. Der Entwicklungsschritt zur heutigen Hi-Hat wird dem Schlagzeuger Vic Berton zugeschrieben.

 

4.   Die Instrumente des modernen Drumsets

 

4.1 Bassdrum

 

Die große Trommel (auch Bassdrum oder Kickdrum) ist eine von zwei Hauptinstrumenten des Schlagzeugs. Sie besteht aus einem großen, meist beidseitig bespannten Holzkessel, der in Seitenlage ruht und durch zwei Beine am vorderen Ende in seiner Position gehalten wird. Die große Trommel wird mit Hilfe einer so genannten Fußmaschine bedient, die an der Schlagfellseite mit einer Klemmvorrichtung am Spannreifen der Trommel fixiert wird.

 

4.2 Snaredrum

 

Die Snaredrum entspricht dem was im Orchester die kleine Trommel ist, und ist mit dieser baugleich. Zusammen mit der Bassdrum bilden sie den Kern des Drumsets und liefern in der modernen Musik alle Bestandteile des „Backbeates“ Sie steht zentral zwischen den Beinen des Musikers, welches die Wichtigkeit dieser Trommel verdeutlicht.

 

 

4.3 Toms

 

Toms sind Trommeln, die wie Snare und Bassdrum beidseitig mit Resonanzfell und Schlagfell bespannt sind, jedoch besitzen sie weder Schnarrseiten noch werden sie mit einer Fußmaschine angespielt. Im Durchmesser wesentlich kleiner als die Bassdrum werden sie seltener für das Grundgerüsts eines Beates verwendet(was das Ganze aber nicht ausschließt). Viel mehr werden sie zu Verzierung und klangfarblichen Gestaltung verwendet. Sie sind meist um die Snare und Bassdrum im Halbkreis herum angeordnet. Es gibt sie sowohl in selbststehenden Versionen mit Beinen (Floortoms) als auch mit Aufhängungen für Ständer (Racktoms).

 

4.4 Ridebecken

 

Das Ridebecken ist das älteste Becken im Drumset. Es ist meist das größte und wird benutzt, um das Mikrotiming des Musikstücks festzulegen. Dies geschieht durch Spielen eines durchgehenden Pulses oder von bestimmten Rhythmuspattern.  Die charakteristische geshuffelte Ridefigur im Jazz ist eines der bekanntesten Merkmale dieser Musik, was zeigt, was für eine wichtige Funktion dieses Becken hat.

 

4.5 Hihat

 

Die Hihat ist ähnlich dem Ridebecken ein „Timekeeper“. Jedoch besteht sie nicht aus einem freischwingenden Becken sondern aus zweien die mittels eines Pedals aufeinandergepresst werden oder gelockert werden können. So entsteht eine wesentlich vielfältigere Klangbandbreite, die man durch unterschiedlichen Anpressdruck der Becken erreichen kann.

 

4.6 Crashbecken

 

Wie der Name schon sagt sind diese Becken dazu da, um zu Krachen. Sie werden im Gegensatz zu Ridebecken oder Hihat seltener angespielt und dienen dazu, Akzente zu verdeutlichen und Schwerpunkte zu setzen. Crash-Becken sind im Vergleich zu Ride-Becken in der Regel dünner und kleiner und von ihrer Bearbeitung her auf einen deutlich höheren Anteil von „weißem Rauschen“ ausgelegt. Ihr Klang ist eher geräuschartig.

 

4.7 Effektinstrumente

 

Die Bandbreite an Effektinstrumenten im Drumset ist gigantisch. Deshalb wäre eine genaue Beschreibung zu vielfältig. Zu erwähnen sind noch besondere Sonderformen von Becken wie die Splash- oder Chinabecken, welche durch kurze Obertonreiche Klänge auffallen. Auch am Drumset findet man Woodblocks, Cowbells, Chimes, Zimbeln und vieles mehr, was die Möglichkeiten des Spielers erweitert.

 

4.8 Elektronische Elemente

 

Immer populärer werden auch elektronische Schlagzeuge und Möglichkeiten Schlaginstrumente zu digitalisieren.
Es gibt die „klassischen“ Edrumsets, ganze Schlagzeuge, die aus künstlichen Fellen und Gummibecken bestehen und durch Sensoren ein Klangmodul ansteuern. Mit diesen Modulen ist es möglich, jeden vorstellbaren Klang auszugeben und diesen durch eine elektronische Trommel anzusteuern. Das erweitert die Klangmöglichkeiten unendlich, so muss ein Beat nicht mehr aus den klassischen Trommelklängen bestehen, sondern aus gesampelten Alltagsgeräuschen oder programmierten Sounds aus Synthesizern.
Diese Pads sind natürlich in ein akustisches Drumset integrierbar. Dadurch hat der  Trommler die Möglichkeit, mehr Klänge zur Verfügung zu haben als Instrumente auf der Bühne.
Abhilfe dazu schaffen auch Samplingpads, wie das Roland Spd-S, die nur auf eine kleine Spielfläche beschränkt sind und die Sounds direkt in sich gespeichert haben. Sie sind eine praktische Erweiterung des akustischen Drumsets.

 

Jedoch können auch akustische Drumsets heutzutage benutzt werden, um ein künstlich erzeugtes Signal anzusteuern. Durch „Triggersensoren“ wird der Schlag am Fell registriert, in ein E-Drummodul geschickt, und kann dort wieder jeden gewünschten Klang auslösen. So hat man nicht nur die Möglichkeit einen ganz anderen Sound durch sein akustisches Instrument zu erzeugen, man kann auch jederzeit auf den perfekten Sound zurückgreifen. Es ist auf den großen Bühnen heutzutage schon fast Standard, dass ein Schlagzeug mit Triggersignalen die akustischen verstärkt, wenn nicht sie sogar ganz ersetzt. Der Vorteil ist, das man sich nie nach Halle auf neue Klangeigenschaften,Trommelstimmungen und Lautstärken anpassen muss, da der perfekte Drumsound  im Modul gespeichert ist.

 

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